Sie sind hier: Kreis Kleve > Politik & Verwaltung > Presse & Öffentlichkeitsarbeit > Pressemitteilungen

Pressemitteilung

07/12/2010

Das Bundesmodell „Bürgerarbeit“


43 Bürgerarbeitsplätze im Kreis Kleve

Kreis Kleve - Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hatte bundesweit zur Durchführung von Modellprojekten zum Thema „Bürgerarbeit“ aufgerufen. „Unter dem Motto „Jeder Mensch kann etwas – Jeder Mensch wird gebraucht“ haben wir uns als Optionskommune sofort für die Beteiligung an diesem Modellprojekt entschieden und ein innovatives und regional passendes Konzept entwickelt. Wie das Bundesministerium am 09.07.2010 bekannt gab, ist unsere Konzeptionsidee erfolgreich“, freut sich Landrat Wolfgang Spreen insbesondere für die langzeitarbeitslosen Menschen im Kreis Kleve, die hierdurch wieder eine berufliche Perspektive erlangen.

Kernpunkte des Projekts des Kreises

Kernpunkte des Kreisprojektes sind die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen und die anschließende Übernahme derjenigen Hilfeempfänger in „Bürgerarbeit“, bei denen eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich ist. Gerade ein spezielles Projekt für die intensive Betreuung von Langzeitarbeitslosen zu entwickeln, ist für den Kreis Kleve von herausgehobener Bedeutung.

43 Bürgerarbeitsplätze im Kreis Kleve

Unter Beteiligung aller Kommunen im Kreis können mindestens 500 Teilnehmer in dem Projekt aktiviert werden. Vier Kommunen werden insgesamt 43 Bürgerarbeitsplätze zur Verfügung stellen. Davon sollen in den Städten Geldern und Kalkar je 20, in der Stadt Rees 2 und in der Gemeinde Wachtendonk ein Platz eingerichtet werden. Diese Bürgerarbeitsplätze stellen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse dar. Sie dienen der Wahrnehmung kommunaler Aufgaben der Städte und Gemeinden, sind zusätzlich und liegen im öffentlichen Interesse. Grundsätzlich wird ein Bürgerarbeiter in einem Stundenumfang von 30 Stunden wöchentlich eingesetzt und erhält dafür den üblichen Tariflohn, der mit 1.080,--€ bezuschusst wird. Die Förderdauer beträgt maximal 36 Monate. Der Lohnkostenanteil, der über den Förderzuschuss hinausgeht, ist von der jeweiligen Kommune als Arbeitgeber zu finanzieren.

Was bedeutet die Aufnahme in das Projekt für einen Langzeitarbeitslosen?

Der arbeitslose erwerbsfähige Hilfeempfänger wird in einer mindestens 6-monatigen Aktivierungsphase betreut. Speziell durch eine hohe Kontaktdichte und die innovativen Ansätze des Projekts soll ein sehr individueller Förderplan für jeden in das Projekt aufgenommenen Langzeitarbeitslosen entwickelt werden. Hauptziel dabei ist die Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Nur wenn dies in dieser Aktivierungsphase nicht gelingt, wird eine Vermittlung in einen Bürgerarbeitsplatz erfolgen. Hier soll das Projekt für den Betroffenen nicht zu Ende sein. Durch weitere individuelle Betreuung des Betroffenen soll weiterhin die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt erreicht werden. Der so frei werdende Bürgerarbeitsplatz würde dann von einem anderen Projektteilnehmer nachbesetzt.

Das 4-Phasen -Modell:

Im Rahmen des Projekts des Kreises durchlaufen die Teilnehmer bis zu vier Phasen.

In Phase 1 soll in einem ersten Beratungsgespräch gemeinsam mit dem Betroffenen genauestens analysiert werden, welche Strategie zur Verbesserung seiner Arbeitsmarktchancen entwickelt werden können.

Im Rahmen der Phase 2 steht die regionale und überregionale (grenzüberschreitende) Stellenakquise und Vermittlungstätigkeit im Vordergrund.

Im Zentrum der 3. Phase erhält der Teilnehmer eine Intensivbetreuung durch eine herausgehobene „Lotsenfunktion“ seines sogenannten Coachs. Dabei wird der Teilnehmer eng in diesen Prozess eingebunden und auf dem Weg in eine neue Eigenständigkeit begleitet. Hierzu hält der Kreis Kleve umfangreiche Maßnahmen zur Qualifizierung und Förderung vor.

Erfolgt nach diesen drei Phasen keine Vermittlung, wird dem Langzeitarbeitslosen ein Bürgerarbeitsplatz angeboten. Im Rahmen des Projekts des Kreises Kleve kann dies z.B. eine Beschäftigung als Schulhelfer, Ordnungshelfer, Schwimmbadhelfer oder als zusätzlicher Bauhofhelfer sein.

Während der Beschäftigungszeit erfolgt weiterhin eine intensive Betreuung mit dem Ziel, eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen.

Die Umsetzung

Nach der Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über die erfolgreiche Bewerbung des Kreisprojektes steht die konkrete Rückmeldung mit möglichen weiteren Bewilligungs- und Umsetzungsmodalitäten noch aus. Unabhängig hiervon stehen der Kreis Kleve und seine Kommunen für eine zeitnahe Umsetzung jedoch bereits in den Startlöchern.

Zum Seitenanfang

Noch Fragen?

Ihr Ansprechpartner für Informationen auf dieser Seite:
Eduard Großkämper
Tel.: 02821 85-162

Impressum | Nutzungshinweise© 2005 Kreis Kleve